|
Konfiguration der Windows Firewall von Microsoft Windows XP
Service Pack 2 über eine INF-Datei
-
Das
Microsoft Windows XP Service Pack 2 (SP2) bringt
umfangreiche Erweiterungen der Windows
Firewall-Komponente mit sich. Die neue Windows Firewall
(früher bekannt unter dem Namen
Internetverbindungfirewall) blockiert nicht erwünschten
Netzwerkverkehr und sorgt damit für einen
-
wirksamen Schutz des Computers vor schädlichen
Programmen oder böswilligen Benutzern. Im Gegensatz zu
früher ist unter Windows XP SP2 die Windows Firewall
standardmäßig aktiviert. Netzwerkadministatoren können
diese Standardaktivierung und die Standardeinstellungen
jedoch vor oder nach der Installation über eine
INF-Datei (Netfw.inf) verändern. Lesen Sie in diesem
Artikel, wie Sie die Datei Netfw.inf für die
Konfiguration der
Windows
Firewall verwenden.
Übersicht
Die
Windows Firewall von Windows XP Service Pack 2 (SP2)
verwirft den gesamten Netzwerkverkehr, der nicht als Antwort
auf einen Anfrage vom Computer gesendet wird (erwünschter
Netzwerkverkehr) oder nicht als zugelassen definiert wurde
(ausgenommener Netzwerkverkehr).
-
Die
Windows Firewall wird während der Installation von
Windows XP bzw. während der Installation von SP2
automatisch aktiviert. Netzwerkadministratoren müssen
daher in der Lage sein, ihre Konfiguration vor und nach
der Installation automatisch zu ändern. Eine typische
Konfigurationsänderung wäre zum Beispiel das Hinzufügen
von Programmen zur Ausnahmeliste oder auch das
Deaktivieren der Windows Firewall
-
(zum
Beispiel, weil bereits eine Firewall eines
Drittanbieters verwendet wird).
-
Die
Windows Firewall kann über eine INF-Datei mit dem Namen
Netfw.inf vorkonfiguriert werden - diese enthält die
Standardkonfiguration. Während
-
der
Installation von Windows XP mit SP2 oder während des
Updates auf SP2 wird die Konfiguration der Windows
Firewall aus der INF-Datei importiert.
Zum
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Szenarien,
in denen die Standardkonfiguration der Windows Firewall
geändert werden könnte:
Die
folgenden drei Szenarien erfordern zum Beispiel eine
Änderung der Standardkonfiguration der Windows Firewall.
Zum
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Aktivierte
Firewall eines Drittanbieters
-
Ein
OEM (Original Equipment Manufacturer) könnte zum
Beispiel eine Firewall eines Drittanbieters
installieren. Wenn diese standardmäßig aktiviert
-
ist,
dann sollte die Windows Firewall deaktiviert sein. Dies
ist über die INF-Datei möglich.
Zum
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Vorinstallierte Programme
Ein OEM
oder ein Unternehmen könnte sich dazu entscheiden,
standardmäßig eine bestimmte Gruppe von Programmen zu
installieren. Einige dieser Programme sind möglicherweise
von unverlangtem Netzwerkverkehr abhängig. Daher kann die
Windows Firewall vorab so konfiguriert werden, dass
der
entsprechende Netzwerkverkehr zugelassen wird. Sie können
hierzu Einträge für die entsprechenden Programme in die
INF-Datei aufnehmen.
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Standardmäßig geöffnete Ports
In einem
Unternehmen sind unter Umständen unterschiedliche
Netzwerkdienste im Einsatz - beispielsweise die in Windows
XP integrierte Remoteadministration. Deshalb muss
sichergestellt sein, dass der Netzwerkverkehr dieser Dienste
nicht von der Windows Firewall blockiert wird. Die
notwendigen TCP- und UDP-Ports können über die INF-Datei
geöffnet werden.
Zum
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Speicherort der Windows Firewall-INF-Datei
Sie finden
die INF-Datei für die Windows Firewall auf der Windows XP-CD
unter CD_Laufwerk:\I386\Netfw.in_
Anmerkung:
Der Dateiname auf der Windows XP-CD lautet Netfw.in_
(nicht Netfw.inf) - dies hängt mit der Dateisignatur
zusammen.
Nach der
Installation von Windows XP SP2 befindet sich die INF-Datei
unter %windir%\Inf\Netfw.inf
Verfahren,
um die standardmäßige Konfiguration der Windows Firewall zu
ändern
Zum
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Verfahren
1: Vor der Installation
|
1. |
Kopieren Sie die INF-Datei (Netfw.in_) von
der Windows XP SP2-CD. |
|
2. |
Nehmen Sie die erforderlichen Änderungen an der
INF-Datei vor. Weitere Informationen hierzu finden
Sie weiter unten im Abschnitt
Mögliche
Konfigurationsoptionen in der INF-Datei. |
|
3. |
Speichern Sie die geänderte INF-Datei als
Netfw.in_. |
|
4. |
Signieren Sie die geänderte Datei Netfw.in_. |
|
5. |
Ersetzten Sie die standardmäßige Datei Netfw.in_
mit der geänderten Datei. |
|
6. |
Installieren Sie Windows XP SP2. |
Zum
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Verfahren
2: Nach der Installation
|
1. |
Kopieren Sie die INF-Datei (Netfw.inf) von
einer Windows XP SP2-Installation. |
|
2. |
Nehmen Sie die erforderlichen Änderungen an der
INF-Datei vor. Weitere Informationen hierzu finden
Sie weiter unter im Abschnitt
Mögliche
Konfigurationsoptionen in der INF-Datei. |
|
3. |
Speichern Sie die geänderte INF-Datei als
Netfw.inf. |
|
4. |
Ersetzten Sie die standardmäßige Datei Netfw.inf
der Windows XP SP2-Installation mit der geänderten
Datei. |
|
5. |
Führen Sie für die Windows XP SP2-Installation,
deren INF-Datei Sie geändert haben, den Befehl
netsh firewall reset aus - entweder manuell oder
über ein Script. |
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Die
standardmäßige INF-Datei
In der
Standardversion sieht die Datei Netfw.inf folgendermaßen
aus:
[version]
Signature = '$Windows NT$'
DriverVer = 07/01/2001,5.1.2600.2096
[DefaultInstall]
AddReg=ICF.AddReg.DomainProfile
AddReg=ICF.AddReg.StandardProfile
[ICF.AddReg.DomainProfile]
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile\AuthorizedApplications\List','%windir%\
system32\sessmgr.exe',0x00000000,%REMOTE_ASSISTANCE%
[ICF.AddReg.StandardProfile]
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile\AuthorizedApplications\List','%windir%\
system32\sessmgr.exe',0x00000000,%REMOTE_ASSISTANCE%
[Strings]
REMOTE_ASSISTANCE = '%windir%\system32\sessmgr.exe:*:enabled:Remote Assistance'
Die ersten
beiden Abschnitte enthalten die Versions- und
Konfigurationsinformationen und müssen nicht geändert
werden. Die änderbaren Abschnitte sind:
|
• |
ICF.AddReg.DomainProfile
Die Windows Firewall nutzt zwei unterschiedliche
Konfigurationssätze - diese werden Profile genannt.
Ein Profil wird verwendet, wenn der Computer mit der
Domäne verbunden ist, der er angehört. Das andere
Profil wird in allen anderen Fällen verwendet.
Dieser Abschnitt enthält die Einstellungen für das
Domänenprofil. |
|
• |
ICF.AddReg.StandardProfile
Dieser Abschnitt enthält die Einstellungen für das
Standardprofil - es wird verwendet, wenn der
Computer nicht mit der eigenen Domäne verbunden ist.
Wenn der Computer kein Domänenmitglied ist, wird
ausschließlich das Standardprofil verwendet. |
|
• |
Strings
Dieser Abschnitt definiert Datenstrings für die
Einträge in den Abschnitten ICF.AddReg.DomainProfile
und ICF.AddReg.StandardProfile |
Zum
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Mögliche
Konfigurationsoptionen in der INF-Datei
Über die
INF-Datei kann ein Großteil der Windows
Firewall-Standardeinstellungen angepasst werden. Hierzu
gehören unter anderem:
|
• |
Betriebsmodus |
|
• |
Deaktivieren von Benachrichtigungen |
|
• |
Blockieren von Unicast-Antworten auf Multicast- und
Broadcast-Pakete |
|
• |
Aktivieren der Remoteadministration |
|
• |
Zulassen von ICMP-Paketen |
|
• |
öffnen von Ports |
|
• |
Zulassen von Programmen |
Diese
Einstellungen werden in den folgenden Abschnitt genauer
beschrieben.
-
Anmerkungen:
Die Einstellungen der INF-Datei werden auf alle
Netzwerkschnittstellen des Computers angewandt. Es ist
nicht möglich, für eine
-
bestimmte Schnittstelle Ports zu öffnen oder ICMP-Pakete
zu aktivieren. Protokolleinstellungen können über die
INF-Datei nicht konfiguriert werden.
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Den
Standard-Betriebsmodus der Windows Firewall ändern
Die
Windows Firewall unterstützt drei Betriebsmodi:
|
1. |
Aktiv
Dies ist der Standardmodus der Windows Firewall. Der
nicht angeforderte Netzwerkverkehr wird blockiert -
die in der Ausnahmeliste definierten Einträge sind
hiervon jedoch nicht betroffen. Da es sich um den
Standardmodus handelt, muss zu seiner Konfiguration
keine Änderung in der INF-Datei vorgenommen werden.
Die Einträge für das Domänenprofil befinden sich im
Abschnitt ICF.AddReg.DomainProfile und
lauten:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile','DoNotAllowExceptions',0x00010001,0
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile','EnableFirewall',0x00010001,1
Die Einträge für das Standardprofil befinden sich im
Abschnitt ICF.AddReg.StandardProfile und lauten:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile','DoNotAllowExceptions',0x00010001,0
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile','EnableFirewall',0x00010001,0x00000001
|
|
2. |
Aktiv (ohne Ausnahmen)
In
diesem Modus blockiert die Windows Firewall den
gesamten nicht angeforderten Netzwerkverkehr - auch
die Einträge in der Ausnahmeliste sind betroffen.
Um
diesen Betriebsmodus für das Domäneprofil zu
aktivieren, fügen Sie dem Abschnitt
ICF.AddReg.DomainProfile die folgenden Einträge
hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile','DoNotAllowExceptions',0x00010001,1
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile','EnableFirewall',0x00010001,1
Um
diesen Betriebsmodus für das Standardprofil zu
aktivieren, fügen Sie dem Abschnitt
ICF.AddReg.StandardProfile die folgenden
Einträge hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile','DoNotAllowExceptions',0x00010001,1
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile','EnableFirewall',0x00010001,1
|
|
3. |
Inaktiv
In
diesem Modus filtert die Windows Firewall keinen
Netzwerkverkehr.
Um
diesen Betriebsmodus für das Domäneprofil zu
aktivieren, fügen Sie dem Abschnitt
ICF.AddReg.DomainProfile die folgenden Einträge
hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile','DoNotAllowExceptions',0x00010001,0
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile','EnableFirewall',0x00010001,0
Um
diesen Betriebsmodus für das Standardprofil zu
aktivieren, fügen Sie dem Abschnitt
ICF.AddReg.StandardProfile die folgenden
Einträge hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile','DoNotAllowExceptions',0x00010001,0
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile','EnableFirewall',0x00010001,0
|
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Benachrichtigungen der Windows Firewall deaktivieren
Wenn ein
Programm, das noch nicht in der Ausnahmenliste der Windows
Firewall enthalten ist, sich selbst über die Windows
Firewall-APIs zur Ausnahmenliste hinzufügen will, dann wird
der Benutzer benachrichtigt. Diese Benachrichtigungen können
für beide Profile unterdrückt werden.
Um die
Benachrichtigungen für das Domänenprofil zu deaktivieren,
fügen Sie dem Abschnitt ICF.AddReg.DomainProfile den
folgenden Einträg hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile','DisableNotifications',0x00010001,1
Um die
Benachrichtigungen für das Standardprofil zu deaktivieren,
fügen Sie dem Abschnitt ICF.AddReg.StandardProfile
den folgenden Einträg hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile','DisableNotifications',0x00010001,1
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Unicast-Antworten auf Multicast- und Broadcast-Pakete
blockieren
-
Standardmäßig lässt die Windows Firewall nach einem
Multicast- oder Broadcast-Paket an dem entsprechenden
Port eingehende Unicast-Pakete für
-
drei
Sekunden lang zu. Dieses Verhalten kann über die
INF-Datei deaktiviert werden.
Um
Unicast-Antworten auf Multicast- und Broadcast-Pakete für
das Domänenprofil zu deaktivieren, fügen Sie dem Abschnitt
ICF.AddReg.DomainProfile den folgenden Einträg hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile','DisableUnicastResponsesToMulticastBroadcast',
0x00010001,1
Um
Unicast-Antworten auf Multicast- und Broadcast-Pakete für
das Standardprofil zu deaktivieren, fügen Sie dem Abschnitt
ICF.AddReg.StandardProfile den folgenden Einträg
hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile','DisableUnicastResponsesToMulticastBroadcast',
0x00010001,1
Zum
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Remoteadministration aktivieren
-
Die
zur Remoteadministration erforderliche RPC-Kommunikation
(Remote Procedure Call) und DCOM-Kommunikation
(Distributed Component Object
-
Model)
kann zugelassen werden. Wenn diese Option aktiviert
wird, dann werden die TCP-Ports 135 und 445 für
eingehenden Netzwerkverkehr
-
geöffnet. Auch die Kommunikation über Named-Pipes wird
gestattet. Windows-Dienste, die RPC verwenden, können
weitere Ports dynamisch öffnen.
-
Um die
Remoteadministration für das Domänenprofil zu
aktivieren, fügen Sie dem Abschnitt
ICF.AddReg.DomainProfile den folgenden Eintrag
hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile\RemoteAdminSettings','Enabled',
0x00010001,1
Um die
Remoteadministration für das Standardprofil zu aktivieren,
fügen Sie dem Abschnitt ICF.AddReg.StandardProfile
den folgenden Eintrag hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile\RemoteAdminSettings','Enabled',
0x00010001,1
Wenn Sie
die Remoteadministration aktivieren, können Sie die
IP-Adressen, von denen unverlangter Netzwerkverkehr
zugelassen wird, auf einen bestimmten Bereich einschränken.
Um einen
IP-Bereich für das Domänenprofil zu definieren, fügen Sie
dem Abschnitt ICF.AddReg.DomainProfile den folgenden
Eintrag hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile\RemoteAdminSettings','RemoteAddresses',
0x00000000,Bereich
Um einen
IP-Bereich für das Standardprofil zu definieren, fügen Sie
dem Abschnitt ICF.AddReg.StandardProfile den
folgenden Eintrag hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile\RemoteAdminSettings','RemoteAddresses',0x00000000,Bereich
Die
möglichen Werte für den Parameter Bereich finden Sie im
weiter unten im Abschnitt Den Bereich für einen Eintrag in
der INF-Datei definieren dieses Artikels.
Zum
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ICMP-Pakete zulassen
In der
Standardkonfiguration blockiert die Windows Firewall alle
ICMP-Pakete. Dieses Verhalten kann jedoch für die einzelnen
ICMP-Nachrichtentypen geändert werden.
Um
ICMP-Nachrichtentypen für das Domänenprofil zuzulassen,
fügen Sie dem Abschnitt ICF.AddReg.DomainProfile den
folgenden Eintrag hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\
Parameters\FirewallPolicy\DomainProfile\IcmpSettings','ICMP-Nachrichtentip',0x00010001,1
Um
ICMP-Nachrichtentypen für das Standardprofil zuzulassen,
fügen Sie dem Abschnitt ICF.AddReg.StandardProfile
den folgenden Eintrag hinzu:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile\IcmpSettings','ICMP-Nachrichtentyp' ,0x00010001,1
Die
gültigen Werte für den Parameter
ICMP-Nachrichtentyp
finden Sie in Tabelle 1.
Tabelle 1:
ICMP-Nachrichtentypen
|
ICMP-Nachrichtentyp |
Nummer |
Beschreibung |
|
AllowOutboundPacketTooBig |
2 |
Wenn ein IPv6-Paket (Internet Protocol Version 6) zu
groß ist um weitergeleitet zu werden, dann werden
die Daten verworfen. Der Absender wird in so einem
Fall mit diesem ICMP-Paket benachrichtigt. |
|
AllowOutboundDestinationUnreachable |
3 |
Wenn eine Übertragung wegen eines Fehlers
fehlgeschlagen ist, dann wird der Absender mit
diesem ICMP-Paket benachrichtigt. |
|
AllowOutboundSourceQuench |
4 |
Wenn der Computer die Menge der gesendeten Daten
nicht verarbeiten kann, werden die Daten verworfen.
Der Absender wird mit diesem Paket darüber
benachrichtigt, dass er die Daten langsamer senden
soll. |
|
AllowRedirect |
5 |
Die Daten werden neu geroutet. |
|
AllowInboundEchoRequest |
8 |
Die Pakete werden an den Absender zurückgeschickt.
Diese Konfiguration wird normalerweise zur
Fehlersuche verwendet (zum Beispiel bei einem Ping). |
|
AllowInboundRouterRequest |
10 |
Ein Computer antwortet auf ein
Router-Discovery-Paket. |
|
AllowOutboundTimeExceeded |
11 |
Wenn ein Computer ein Paket verwirft, weil dessen
Abschnittzähler zu hoch ist, oder weil er die
Fragmente des Pakets nicht wieder zusammensetzen
kann, wird der Absender mit dieser ICMP-Meldung
benachrichtigt. |
|
Wenn ein Computer ein Paket verwirft, weil dessen
Abschnittzähler zu hoch ist, oder weil er die
Fragmente des Pakets nicht wieder zusammensetzen
kann, wird der Absender mit dieser ICMP-Meldung
benachrichtigt. |
12 |
Wenn ein Computer Daten wegen eines fehlerhaften
Headers verwirft, dann wird der Absender mit dieser
ICMP Meldung benachrichtigt. |
|
AllowInboundTimestampRequest |
13 |
Eingehende Pakete können mit dieser
Bestätigungsnachricht beantwortet werden. Sie zeigt
dem Absender, wann die Daten empfangen wurden. |
|
AllowInboundMaskRequest |
17 |
Computer warten auf Anfragen für Subnetzmasken und
antworten auch auf diese Anfragen. |
Zum
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Statische
Ports zur standardmäßigen Liste der Ausnahmen hinzufügen
Unter
Windows XP SP2 verwaltet die Windows Firewall für jedes der
beiden Profile eine Ausnahmeliste. Die Ports aus dieser
Liste sind im normalen Betrieb statisch geöffnet. Im
Allgemeinen wird eher empfohlen, dass Sie Programme zur
Ausnahmeliste hinzufügen. Die Windows Firewall kann so Ports
dynamisch öffnen und schließen, und die Zahl der offenen
Ports kann so möglichst klein gehalten werden. Es gibt
allerdings einige Szenarien, in denen statisch geöffnete
Ports notwendig sind - zum Beispiel bei der Verwendung
bestimmter Windows-Dienste.
-
Um
einen statischen Port zur Ausnahmeliste des
Domänenprofils hinzuzufügen, tragen Sie den folgenden
Wert im Abschnitt ICF.AddReg.DomainProfile
-
ein:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile\GloballyOpenPorts\List','Portnummer:Protokoll',
0x00000000,%StringFürDenPorteintrag%
Um einen
statischen Port zur Ausnahmeliste des Standardprofils
hinzuzufügen, tragen Sie den folgenden Wert im Abschnitt
ICF.AddReg.StandardProfile ein:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile\GloballyOpenPorts\List','Portnummer:Protokoll'
,0x00000000,%StringFürDenPorteintrag%
Beide
Einträge beziehen sich jeweils auf einen String. Dieser
String muss sich im Abschnitt [Strings] befinden, und
er verwendet das folgende Format:
StringFürPorteintrag = 'Portnummer:Protokoll:Bereich:Modus:AngezeigterPortname'
Hierbei
haben die einzelnen Teile des Strings die folgenden
Bedeutungen:
|
• |
StringFürPorteintrag
Ein Verweis auf einen Eintrag im Abschnitt
ICF.AddReg.DomainProfile oder
ICF.AddReg.StandardProfile, zu dem dieser String
gehört. |
|
• |
Portnummer
Die Portnummer zwischen 1 und 65535. |
|
• |
Protokoll
Das Protokoll für diesen Port - entweder TCP
oder UDP. |
|
• |
Bereich
Die möglichen Werte für diesen Parameter finden Sie
weiter unten in diesem Artikel im Abschnitt
Den Bereich für
einen Eintrag in der INF-Datei definieren^. |
|
• |
Modus
Ein Eintrag in der Ausnahmenliste kann entweder
aktiviert (der Port wird statisch geöffnet) oder
deaktiviert (der Port wird nicht statisch geöffnet)
sein. Daher sind die beiden möglichen Werte für
diesen Parameter enabled und disabled. |
|
• |
AngezeigterPortname
So wird der Eintrag in der Konfiguration der Windows
Firewall in der Systemsteuerung angezeigt. Er sollte
aussagekräftig sein und klar definieren, warum
dieser Port statisch geöffnet wurde - zum Beispiel
'Webserver (TCP 80)' oder 'Telnet-Server (TCP 23)'. |
Um einen
Port in beiden Profilen statisch zu öffnen, sind also drei
Einträge in der INF-Datei notwendig. Im folgenden Beispiel
wird der UDP-Port 500 statisch geöffnet. Dieser wird von IKE
(Internet Key Exchange Protocol) verwendet. Als Bereich
werden alle IP-Adressen festgelegt.
Der
folgende Eintrag wird zum Abschnitt
ICF.AddReg.DomainProfile hinzugefügt:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile\GloballyOpenPorts\List','500:UDP',
0x00000000,%IKE%
Dieser
Eintrag wird zum Abschnitt ICF.AddReg.StandardProfile
hinzugefügt:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\FirewallPolicy\StandardProfile\GloballyOpenPorts\List','500:UDP',
0x00000000,%IKE%
Und
schließlich wird dieser Eintrag zum Abschnitt Strings
hinzugefügt:
IKE = '500:UDP:*:enabled:IKE (UDP 500)'
Zum
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Programme
zur standardmäßigen Liste der Ausnahmen hinzufügen
Es ist
zusätzlich möglich, Programme zur Ausnahmeliste
hinzuzufügen. Für diese Programme werden dann die
entsprechenden Ports dynamisch von der Windows Firewall
geöffnet.
Um ein
Programm zur Ausnahmeliste des Domänenprofils hinzuzufügen,
tragen Sie den folgenden Wert im Abschnitt
ICF.AddReg.DomainProfile ein:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile\AuthorizedApplications\List','PfadZurAusführbarenDateI',
0x00000000,%StringFürProgrammeintrag%
Um ein
Programm zur Ausnahmeliste des Standardprofils hinzuzufügen,
tragen Sie den folgenden Wert im Abschnitt
ICF.AddReg.StandardProfile ein:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile\AuthorizedApplications\List','PfadZurAusführbarenDateI',
0x00000000,%StringFürProgrammeintrag%
Beide
Einträge beziehen sich jeweils auf einen String. Dieser
String muss sich im Abschnitt [Strings] befinden, und er
verwendet das folgende Format:
StringFürProgrammeintrag = 'PfadZurAusführbarenDatei:Bereich:Modus:AngezeigterProgrammname'
Hierbei
haben die einzelnen Teile des Strings die folgenden
Bedeutungen:
|
• |
StringFürProgrammeintrag
Ein Verweis auf einen Eintrag im Abschnitt
ICF.AddReg.DomainProfile oder
ICF.AddReg.StandardProfile, zu dem dieser String
gehört. |
|
• |
PfadZurAusführbarenDatei
Ein voll qualifizierter Pfad zur ausführbaren Datei
des Programms (kann Umgebungsvariablen wie zum
Beispiel %Path% enthalten). |
|
• |
Bereich
Die möglichen Werte für diesen Parameter finden Sie
weiter unten in diesem Artikel im Abschnitt
Den Bereich für
einen Eintrag in der INF-Datei definieren. |
|
• |
Modus
Ein Eintrag in der Ausnahmenliste kann entweder
aktiviert (Ports werden für das Programm dynamisch
geöffnet) oder deaktiviert (Ports werden für das
Programm nicht dynamisch geöffnet) sein. Daher sind
die beiden möglichen Werte für diesen Parameter
enabled und disabled. |
|
• |
AngezeigterProgrammname
So wird der Eintrag in der Konfiguration der Windows
Firewall in der Systemsteuerung angezeigt. Er sollte
aussagekräftig sein und klar definieren, warum
dieser Port statisch geöffnet wurde - zum Beispiel
'MSN Messenger v6.1' oder 'AOL Instant Messenger
v5.5'. |
Um ein
Programm zu beiden Profilen hinzuzufügen, sind also drei
Einträge möglich. Die folgenden Beispieleinträge ermöglichen
die Remoteunterstützung und legen als Bereich alle
IP-Adressen fest.
Dieser
Eintrag wird zum Abschnitt ICF.AddReg.DomainProfile
hinzugefügt:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\DomainProfile\AuthorizedApplications\List','%windir%\system32\sessmgr.exe',
0x00000000,%REMOTEUNTERSTUETZUNG%
Dieser
Eintrag wird zum Abschnitt ICF.AddReg.StandardProfile
hinzugefügt:
HKLM,'SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SharedAccess\Parameters\
FirewallPolicy\StandardProfile\AuthorizedApplications\List','%windir%\system32\sessmgr.exe',
0x00000000,%REMOTEUNTERSTUETZUNG%
Dieser
Eintrag wird zum Abschnitt Strings hinzugefügt:
REMOTEUNTERSTUETZUNG = '%windir%\system32\sessmgr.exe:*:enabled:Remoteunterstützung'
Zum
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Den
Bereich für einen Eintrag in der INF-Datei definieren
Wenn Sie
die Remoteunterstützung aktivieren, Ports öffnen oder
Programme in die Ausnahmeliste eintragen, dann müssen Sie
einen Bereich von IP-Adressen angeben, von denen unverlangt
eingehender Netzwerkverkehr zugelassen wird. Hierbei gibt es
drei Möglichkeiten:
|
• |
Alle IP-Adressen
Dies ist der Standardbereich für Ausnahmeeinträge.
Er ermöglicht unverlangt eingehenden Netzwerkverkehr
von allen IP-Adressen. Er wird mit einem Stern ('*')
bezeichnet. |
|
• |
Nur lokales Subnetz
Dieser Bereich beschränkt die IP-Adressen, von denen
unverlangt eingehender Netzwerkverkehr angenommen
wird, auf das Subnetz, mit dem die
Netzwerkschnittstelle, über die der Netzwerkverkehr
empfangen wurde, verbunden ist. Wenn sich das
Subnetz einer Netzwerkschnittstelle ändert, dann
ändert sich automatisch auch dieser Wert. Sie
konfigurieren diesen Bereich, wenn Sie den Wert
LocalSubnet angeben. |
|
• |
Benutzerdefiniert
Bei einem benutzerdefinierten Bereich können Sie
eine oder mehrere IP-Adressen und Subnetze angeben,
von denen unverlangt eingehender Netzwerkverkehr
angenommen wird. Sie können das lokale Subnetz mit
in Ihren benutzerdefinierten Bereich einschließen.
IPv6-Adressen sind jedoch nicht möglich. Um Subnetze
anzugeben, können Sie entweder eine Subnetzmaske
oder die CIDR-Notation verwenden. Die einzelnen
Einträge werden jeweils durch ein Komma getrennt.
Benutzerdefinierte Bereiche können zum Beispiel
folgendermaßen aussehen:
|
• |
192.168.0.5 |
|
• |
192.168.0.0/255.255.255.0 |
|
• |
192.168.0.5,LocalSubnet |
|
• |
157.54.0.1,172.16.0.0/12,10.0.0.0/255.0.0.0,LocalSubnet |
|
Zum
Seitenanfang
Zusammenfassung
Um Windows
XP SP2 mit angepassten Einstellungen für die Windows
Firewall zu installieren oder deren Einstellungen nach der
Installation von SP2 zu ändern, können Sie eine INF-Datei
verwenden (Netfw.inf). Diese INF-Datei enthält drei
Abschnitte: ICF.AddReg.DomainProfile zur Definition
der Domänenprofil-Einstellungen der Windows Firewall,
ICF.AddReg.StandardProfile zur Definition der
Standardprofil-Einstellungen der Windows Firewall und
Strings für die jeweiligen Datenstrings. Normalerweise wird
die INF-Datei zur Deaktivierung der Windows Firewall - zum
Beispiel, weil eine Firewall eines Drittanbieters im Einsatz
ist - oder zum Hinzufügen von Programmen oder Ports zur
Ausnahmeliste genutzt.
Zum
Seitenanfang
Zusätzliche Informationen
Weitere
Informationen
Dies ist
ein vorläufiges Dokument. Es könnte vor der endgültigen
kommerziellen Veröffentlichung der hier beschriebenen
Software grundlegende Änderungen erfahren.
Die in
diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen die
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