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Weit
verbreitete Irrtümer ...
Meinen
sie auch ihr Computer, wäre für andere uninteressant? Dann
bitte ich Sie nachfolgenden Beitrag zu lesen. Auch wenn die
Daten auf ihrem Rechner tatsächlich ohne belang sein
sollten, so kann doch ihr PC für andere mehr als anziehend
sein. Zum Beispiel als Sprungbrett um Attacken gegen dritte
zu starten. Der Angreifer bleibt dabei anonym im
Hintergrund, während ihr Rechner das angreifende Objekt
darstellt.
Mögliche
vorgehensweise des Hackers:
Erster
Schritt: Der Angreifer sucht nach bekannten
Sicherheitslücken oder Trojanischen Pferden auf Rechnern,
die am Internet angeschlossen sind. Anhand automatisierter
Tools werden in atemberaubender Geschwindigkeit ganze
Adressbereiche abgescannt und Adresse für Adresse auf
Schwachstellen getestet. Deshalb ist es SEHR WICHTIG das sie
ihr Betriebssystem immer auf dem aktuellen Stand halten. Für
Windows aber auch alternativ Betriebssysteme werden in
Regelmäßigen abständen sogenannte Patches veröffentlicht.
Diese Patches dienen dazu unter anderem Sicherheitslücken zu
schließen. Gleiches gilt für ihr Antivirus, Firewall
Programm.
Zweiter
Schritt: Der Angreifer nutzt die gefundene Sicherheitslücke
aus (oft auch schon mittels automatisch ablaufender
Programme) und erlangt sofort oder nach Auswertung der
Passwort-Dateien Administrationsprivilegien auf Ihrem
Rechner. D.h. er kann nun nach Belieben Daten verändern,
löschen und kopieren bzw. jeder Zeit, wenn Ihr Rechner am
Internet ist, wieder Kontakt aufnehmen. In diesem
Zusammenhang möchte ich sie warnen sich alleine auf
sogenannte MAC Filter zu verlassen. Auch wenn MAC Adressen
weltweit einzigartig sind, kann man softwareseitig
vortäuschen das man legitim auf ihren Rechner / Netzwerk
zugreift.
Dritter
Schritt: Der Angreifer unternimmt von Ihrem System aus
Attacken auf Dritte oder legt für dritte Daten zur Abholung
bereit. Ihr Rechner und weitere vor Einbrüchen ungeschützte
Systeme werden vom Hacker soweit vorbereitet, dass er über
eine Fernsteuerung alle Systeme dazu veranlassen kann,
gleichzeitig Datenpakete an einen Ziel - Server zu senden,
bis dieser überlastet seinen „Geist“ aufgibt (Distributed
Denial of Service (DDoS)). Ein anderer Effekt dieses
Angriffs ist, dass durch eine extrem hohe Netzlast der
Netzbetrieb verlangsamt wird bzw. zusammenbricht. Oder auf
Ihrem Computer wird eine Tauschbörse für illegale Programme,
Videos, Propaganda eingerichtet. In diesem Zusammenhang sei
erwähnt das man durch diese Schwachstelle auch PC angreifen
kann die durch NAT „geschützten“ nicht direkt im Internet
sichtbar sind. Der Hacker unternimmt weltweite Angriffe aus
der Deckung (Ihr Rechner) heraus und tarnt damit seine wahre
Identität. Wird weltweit ein solcher Angriff entdeckt, steht
Ihre IP-Adresse als Angreiferadresse in den Log-Dateien.
Passwörter sind eine Schikane:
Falsch!!!
Warum
Passwörter?
Damit ein
EDV-System einen Menschen erkennt, ist ein Passwort in
Kombination mit einer Benutzerkennung erforderlich (C2
Sicherheit). Auf ein Beispiel aus dem Alltag übertragen,
könnte man Ihre Kennung mit Ihrer Wohnungsadresse
vergleichen, Ihr Passwort mit dem Türschlüssel für Ihre
Wohnung. Jeder, der die richtige Kombination von
Benutzerkennung und Passwort kennt, kann sich daher als
autorisiert ausgeben. So wenig, wie Sie Ihre Wohnungstür
immer weit offen stehen lassen, wenn Sie verreisen, sollten
Sie auch mit Ihrem Passwort und der Wahl Ihres Passwortes
nicht leichtfertig umgehen. Dies ist gleichbedeutend mit
einer Blanko-Unterschrift, die Sie dem Hacker zur freien
Verfügung ausstellen und damit dem Missbrauch alle Türen
öffnen. Im Business ist diese Art der Sicherung umso
wichtiger als das man hier durch auch Zeit gewinnt, um
Gegenmaßnahen einzuleiten. Es sollte auch für einen Leihen
verständlich sein das man mehr Zeit benötigt um sowohl ein
Benutzernamen als auch sein Kennwort rauszufinden. Als, wenn
nur ein Benutzername ausreichen würde, um Zugang zum System
zu erhalten. Wertvolle Zeit für Ihre Administration um ihre
oder Firmen Daten zu schützen.
Eventuell
gehen Ihnen gerade Gedanken durch den Kopf, die durch
folgende Aussagen widergespiegelt werden:
-
- Ein
kompliziertes Passwort kann ich mir nicht merken!
-
- Es
kann doch nicht viel passieren.
-
- Ich
habe doch nichts zu verbergen.
-
- Wer
will denn schon meine E-Mails lesen?
Dann
möchten wir Sie bitten, folgendes zu bedenken:
Unsichere
Passwörter können vom Angreifer mit Hilfe überall frei
verfügbarer Tools sehr schnell geknackt werden. Dem
Angreifer ist es meist egal, wessen Passwort er bekommt. Er
interessiert sich auch nicht unbedingt für Ihre Mails oder
Ihre Daten. Ihn interessiert nur, wie er in das System
hinein kommt. Denn hat er erst mal einen Zugang, hat er im
Grunde schon gewonnen und kann nun seine unter Umständen
kriminellen Aktivitäten an folgenden zwei Fronten ausüben:
1.
Unterminierung Ihrer persönlichen Sicherheit.
-
- Hat
man die Passwörter eines Benutzers, kann man nicht nur
seine Daten lesen und verändern, sondern sich auch
hinter seiner Identität verstecken.
-
- Zum
Beispiel können per Mail zweifelhafte Angebote unter
Ihrem Namen in Umlauf gehen, an aus Ihrer Mailbox
entnommene Adressen.
-
- Der
Hacker kann in Ihrem Namen rechtsverbindliche Aktionen
starten, für deren Folgen alleine Sie verantwortlich
gemacht werden.
-
- Es
können "Denial of Service" Attacken gegen Netzwerke
großer Firmen gestartet oder ein Handel mit Daten
zweifelhaften Inhalts und zweifelhafter Herkunft in Gang
gesetzt werden.
-
- Ihr
Account kann missbraucht werden, um andere, wichtige
Accounts oder Webseiten zu hacken. In jedem dieser Fälle
fällt der Verdacht zuerst auf den Inhaber des gekrackten
Accounts. Dies kann mit erheblichen Unannehmlichkeiten
verbunden sein. Bis hin zu Polizeilichen oder
Gerichtlichen Maßnahmen. Im Schadensfall muss man
beweisen, dass man nicht der Verursacher war, sondern
dass jemand das Passwort gestohlen hat.
2.
Unterminierung der Netzwerk-Sicherheit
Ein
Sicherheitskonzept ist immer nur so stark wie sein
schwächstes Glied. Das heißt, sobald Sie ein zu Einfaches
oder vielleicht auch gar kein Passwort verwenden, machen Sie
es dem potenziellen Angreifer sehr leicht. Solange ein
Außenstehender keinen Zugriff auf das System hat, kann er
nicht sehr viel anstellen, um an das System heranzukommen.
Hat er aber erst einen Benutzer Account, kann er von hier
aus über eventuell vorhandene Sicherheitslücken
Administratorrechte erlangen, mit denen er einfach alles
anstellen kann. Hat er dies erst mal erreicht, ist das
Aufspüren von Passwörtern oder gar das vollständige
Lahmlegen des kompletten Netzwerks eine Kleinigkeit. Und das
ist das eigentliche Problem: es geht in großen Netzwerken
nicht nur darum, ob Ihre Privatsphäre hinreichend geschützt
ist, sondern darum, dass das Netzwerk geschützt ist.
Wichtig:
Mit einem
zu einfachen Passwort gefährdet man also nicht nur den
eigenen Account, sondern das ganze Netzwerk.
Ich
möchte hier nun nicht weiter mit Schreckenszenarien
aufwarten, mein Ziel war eher, Sie zum Nachdenken zu bringen
was ein Fremder, der für Sie gehalten wird alles anrichten
kann. Sie können das Risiko, Opfer einer solchen
'Verwechslung' zu werden erheblich senken, indem sie auf die
Sicherheit der Passwörter achten und ihre Passwörter
regelmäßig ändern. Gute Passwörter dienen somit auch ihrer
eigenen Sicherheit.

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